An Weihnachten gibt es Raclette

An Weihnachten gibt es Raclette

Wenn die Weihnachtszeit wieder kurz bevor steht, wird oft überlegt, was man an Gaumenfreuden servieren kann. Viele Familien entscheiden sich an Heilig Abend für Kartoffelsalat und Wiener Würstchen, andere essen Raclette zu Weihnachten. Raclette leitet sich von dem französischen Wort racler ab, was so viel bedeutet, wie schaben oder kratzen. Diese Spezialität stammt, ebenso wie das Käsefondue, aus der Schweiz. Bei Raclette wird oft Käse verwendet und geschmolzen, weswegen auch der zur Zubereitung verwendete Käse meist der Raclette genannt wird.

Erstmals wird Raclette in einer mittelalterlichen Klosterhandschrift aus den Kantonen Obwalden und Nidwalden erwähnt. Hier ist von einem Bratchäs (Bratkäse) die Rede, der eine besonders nahrhafte Speise der Alphirten gewesen sei. Die besondere Beliebtheit von Raclette als Weihnachtsessen, resultiert aus dem gemütlichen Beisammensein der Familie und dem geselligen Miteinander-Kochen. Für jedes Familienmitglied gibt es ein Pfännchen, das nach Belieben gefüllt und unter anderem mit Käse überbacken werden kann. Und darum geht es ja schließlich an Weihnachten, der Zeit der Liebe und Besinnlichkeit.Raclette fördert den Gemeinschaftssinn der Familie und bezüglich des Essens gibt es kein Gejammer, denn schließlich stellt sich jeder sein eigenes Menü zusammen. Für Raclette gibt es im Grunde keine Begrenzung. Alles, was man essen und braten kann, lässt sich prima zubereiten.

Folgende Zutaten veranschaulichen die Bandbreite von Lebensmitteln, die man mit dem Raclette zubereiten und genießen kann:

  • Pellkartoffeln lassen sich in kleinen Scheibengeschnitten gut im Raclette-Pfännchen zubereiten
  • Babymaiskolben
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • Ein zartschmelzender Raclette-Käse
  • Kochschinken
  • Schwarzwälder-Schinken
  • Pilze
  • Salami
  • Schinkenspeck
  • Mais
  • Pickles (kleine Gewürzgurken) oder Essiggurken
  • Kidney Bohnen
  • Ananas (frisch oder aus der Dose, Mandarineneignen sich auch)
  • Bolognese-Soße (zum Beispiel vom Vortag)
  • Thunfisch
  • Garnelen
  • Gekochte Eier
  • Spargel
  • Frische Tomaten (zum Beispiel Cocktail-Tomaten)
  • Puten- oder Hähnchenfleisch (am besten fein oder in kleine Stücke geschnitten)
  • Weitere Fleischsorten sind auch möglich (Rind,Schwein etc. alles klein schneiden)

Ein paar köstliche Kombinationen seien ebenfalls noch genannt. Pellkartoffeln zusammen mit ein paar fein geschnittenen Zwiebelringen, etwas Sahne und Gewürzen wie Salz, Pfeffer und Paprikagewürz ergibt mit etwas Käse überbacken einen schmackhaften kleinen Kartoffelauflauf. Thunfisch, Salami und diverse Schinkensorten lassen sich ebenfalls mit geschmolzenem Käse vereinen. Wer es etwas fruchtiger mag, legt sich ein paar Stücke frische Ananas oder auch Dosen-Ananas oder Mandarinen zu den herzhaften Fleischvarianten. Die Bolognese-Soße im Raclette-Pfännchen lässt sich ebenfalls gut und einfach mit Käse überbacken, so dass man fast eine kleine Lasagne zubereitet. Wer Lust auf ein Spiegelei hat, kann dieses auch in den Raclette-Pfannen zubereiten. Nach den herzhaften Genüssen verlangt es einem oft noch nach etwas Süßem. Auch die Zubereitung von süßen Speisen lässt sich mit dem Raclette verwirklichen. So kann man etwas Zucker in den Pfännchen schmelzen und sich zum Beispiel karamellisiertes Obst aus frischen Bananen, Birnen, Ananas, Äpfeln und vielem mehr zubereiten.

Ganz gleich, ob mit Freunden oder der ganzen Familie, Raclette vereint die Menschen an Weihnachten und macht viel Freude bei der Zubereitung und dem Verzehr der unterschiedlichsten Varianten.