Chefkoch

Um Chefkoch zu werden, muss als allererstes eine Ausbildung als Koch abgeschlossen worden sein. Zum Chefkoch wird man eigentlich von seinem Chef ernannt, man kann aber den Titel “Küchenchef” erwerben, wenn man schon eine Weile als Koch arbeitet. Im Prinzip ist der Begriff eine Beförderung, wenn man schon Koch oder Küchenchef ist.

Die Ausbildung zum Koch dauert drei Jahre und kann in der Gastronomie, in der Hotel-Branche oder auch in Krankenhaus- und Heimküchen absolviert werden. Bevor man sich zu dieser Ausbildung entschließt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Arbeitszeiten oft schwer mit dem Privatleben zu vereinbaren sind, denn die Hauptarbeitszeit in Restaurants ist abends und am Wochenende. Außerdem sollte man möglichst stressresistent sein und auch in anstrengenden Situationen den Überblick behalten. Während der Ausbildung lernt der Chefkoch in Spe die Küchensprache Französisch und das Fachrechnen. Auch Hygiene sowie Speise-und Getränkekunde stehen auf dem Lehrplan. Nach der Ausbildung sollte man sich dann überlegen, in welchem Bereich man Chefkoch werden möchte, ob nun in der Gastronomie- oder Hotelbranche oder in einer sozialen Einrichtung. Auf einer Meisterschule könnte man zusätzlich den Küchenmeister-Titel erwerben. Möglich ist auch der Besuch einer Hotelfachschule. Wichtig ist, dass man sich einige Betriebe anschaut, um dann letztlich entscheiden zu können, wo man arbeiten möchte.

Als Chefkoch ist man für die gesamte Organisation der Küche zuständig. Man kreiert neue Rezepte, erstellt Speisekarten, koordiniert die Abläufe in der Küche und steht hin und wieder auch selbst am Herd. Auch Verwaltungs- und Organisationsaufgaben fallen in den Verantwortungsbereich von einem Chefkoch. Der Einkauf wird von ihm geregelt, außerdem die genauen Berechnungen der Kosten. Generell gehören Kalkulationen zu einer seiner Hauptaufgaben, weswegen das Beherrschen der Grundrechenarten unabdingbar ist. Als Chefkoch kann es auch passieren, dass man sich mit unzufriedenen Kunden unterhalten muss. Dafür sollten ein guter Umgangston, Höflichkeit und Kritikfähigkeit gegeben sein. Gegenüber den anderen Mitarbeitern sollte man genügend Durchsetzungsvermögen an den Tag legen und sich seiner Verantwortung stets bewusst sein. Treten Fehler auf oder kommt es zu Missverständnissen, ist es immer der Chefkoch, der an allem die Schuld trägt – egal, wer es tatsächlich war. Ebenfalls ist der Chefkoch dafür verantwortlich, dass nach Ladenschluss alles sauber und hygienisch hinterlassen wird.

Zwar muss er nicht unbedingt selbst Hand anlegen, muss sich aber doch darum kümmern, dass die zuständigen Mitarbeiter alles zur vollsten Zufriedenheit erledigen. Grunsätzlich kann der Beruf des Chefkochs sehr erfüllend, aber auch anstrengend sein. Man sollte sich genau überlegen, ob man sich einer so verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen fühlt.