Die wichtigsten Utensilien für Köche

Die wichtigsten Utensilien für Köche

Natürlich ist es das Talent, das große Köche ausmacht. Doch selbst die Meister ihres Fachs können nicht ohne eine solide Grundausstattung arbeiten. Die wichtigsten Utensilien, verschiedenen Arten von Kochbekleidung und ihre Funktion werden im Folgenden erläutert.

Kopfbedeckung – Das Haar in der Suppe

Kaum etwas verleidet dem Gast eine Mahlzeit mehr, als wenn er fremde Dinge in seinem Essen findet. Das ging der Überlieferung zufolge auch König George II. nicht anders, der im Jahr 1727 in seiner Suppe eine Kopflaus fand. Per Dekret verordnete er, dass sich alle Köche eine Glatze scheren und eine Kopfbedeckung tragen mussten. Die Haare sind inzwischen nachgewachsen, die Kopfbedeckung aber wird immer noch von den meisten Köchen getragen. War die Mütze früher meist hoch und weiß, ist sie heute in vielerlei Formen möglich. Es gibt Einwegschiffchen aus Papier, die nach der Nutzung einfach weggeworfen werden. Oder die Köche tragen Bandanas, eine Art quadratisches Piratentücher mit wilden Mustern. Wichtig ist allein, dass die Kopfbedeckung die Haare wirklich im Zaum hält. Zudem sollte Sie robust, gut waschbar und größenverstellbar sein. Das ideale Material für die Kochmütze ist Baumwolle. Sie absorbiert Schweiß, ist widerstandsfähig und gut zu reinigen.

Die Jacke – Alles ist erlaubt

Früher war die Kochjacke die Uniform des Küchenpersonals. Sie war weiß und meist mit schwarzen, herausnehmbaren Knöpfen versehen. Dies hatte einen guten Grund. Eine weiße Jacke lies sich problemlos in der Kochwäsche waschen und zudem bleichen. Auch hartnäckige Flecken hatten so keine Chance. Heute gibt es moderne Reinigungsmittel, die dies auch bei farbigen Stoffen und niedrigeren Temperaturen leisten können. Somit gibt es auch keine Notwendigkeit für eine weiße Kochjacke. Von Rot bis Gelb ist inzwischen alles dabei. Aus praktischen Erwägungen sollte dennoch eher zum klassischen Weiß oder zur Trendfarbe Schwarz gegriffen werden. Viele Gäste verbinden noch immer die weiße Kochjacke mit einer professionellen Küche. Auch ist so für das Personal leichter zu erkennen, ob die Kleidung wirklich rein aus der Wäscherei zurückgekommen ist.

Gerade wenn in einer offenen Küche gearbeitet wird, kann weiße Kleidung aber auch von Nachteil sein, denn bei den Küchenarbeiten sind Verschmutzungen nicht immer zu vermeiden. Der Gast könnte daher den falschen Eindruck gewinnen, dass die Hygiene vernachlässigt wird. Eine schwarze Kochjacke hingegen absorbiert die meisten Flecken. Für den Gast sind sie damit fast unsichtbar.

Lediglich der Patissier sollte weiterhin die weiße Kochjacke tragen, da er viel mit hellen Zutaten wie Mehl und Sahne arbeitet. Diese Art Flecken treten auf weißem Hintergrund weniger stark hervor. Alle anderen Farben von Rot bis Gelb vereinen eher die Nachteile von weißen und schwarzen Jacken: Flecken sind gut zu sehen, aber die Stoffe schwerer zu reinigen.

Der Vorbinder– Auf die Größe kommt es an

Bei der Wahl des Vorbinders, auch Schürze genannt, ist vor allem auf die richtige Länge zu achten. In keinem Fall darf eine Stolperfalle für den Koch entstehen. Die Schürze sollte aber auch nicht zu kurz sein. Immerhin dient sie auch dazu, die Hose des Kochs vor Verschmutzungen zu schützen. Wenn die Schürze eine gute Handbreit unterhalb des Knies endet, ist das optimal. Schürzen gibt es in unterschiedlichen Farben, von denen aus bereits genannten Schwarz und Weiß besonders geeignet sind. Die Schürze sollte aus gut waschbarem Material wie zum Beispiel Baumwolle bestehen. Sie wird gebunden, auch damit der Koch leicht ein Küchenhandtuch seitlich an der Schürze befestigen kann. Das Tuch benötigt er fast so häufig wie seine Messer. Mit dem Handtuch lassen sich unter anderem heiße Töpfe anfassen und Spritzer schnell entfernen.

Kochschuhe – Sicherheit geht vor

Gerade die Füße sind in der Küche einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Hier fällt ein spitzes Messer zu Boden, dort wird versehentlich heiße Suppe verschüttet. Deshalb ist es wichtig, feste und rutschfeste Schuhe zu kaufen, die möglichst mit einer Stahlkappe versehen sein sollten.

Die Messer – Höchste Qualität spart Zeit und Geld

Nichts ist für einen Koch ärgerlicher, als mit stumpfen Messern arbeiten zu müssen. Das Unfallrisiko steigt enorm, da das Messer leicht von der zu bearbeitenden Ware abrutschen kann. Zudem dauert jeder Arbeitsschritt weit länger als notwendig und es wird ein viel höherer Kraftaufwand benötigt. Ein gutes Messer hält bei richtiger Pflege ein Leben lang, billige Schneidwerkzeuge müssen dagegen häufig ersetzt werden. Messer verschiedener Größe und Form sorgen dafür, dass unterschiedliche Arbeiten leicht bewältigt werden können. So lassen sich mit dem Office-Messer Zwiebeln in winzige Partikel schneiden. Das große Kochmesser ist ideal, um Fleisch zu zerteilen. Auch Kräuter können damit problemlos zerkleinert werden. Ein Werkzeug wie das Ausbeinmesser ist unerlässlich, um Fleisch vom Knochen zu lösen.

Sieben Messer unterschiedlicher Größe sind ausreichend, um fast alle Tätigkeiten in der Küche professionell auszuführen. Wichtig ist ein Wetzstahl, da fast jedes Messer nach Gebrauch kurz geschliffen werden sollte, um seine Schärfe zu erhalten. Weitere wichtige Küchenwerkzeuge sind Arbeitsbretter, Spachtel, um etwa Steaks zu wenden, sowie eine Anzahl guter Kochlöffel. Wenn der Koch nun noch über einen Probierlöffel verfügt, der ihm das Abschmecken der Speisen ermöglicht, steht einer großen Karriere nichts mehr im Wege.