Fettes und üppiges Essen kann zu Gicht führen

Fettes und üppiges Essen kann zu Gicht führen

Bei Gicht handelt es sich um eine Form von Arthritis (Arthritis urica). Diese Krankheit macht sich durch einen plötzlich auftretenden und brennenden Schmerz in Gelenken oder Gliedern bemerkbar. Die Gelenke können sich während des Anfalls versteifen oder anschwellen. Sehr oft sind die Zehgelenke von Gicht betroffen. Ohne eine Behandlung kann Gicht die Gelenke, Bänder oder das Körpergewebe schädigen. Meist sind Männer von Gicht betroffen. Frauen erkranken oft erst mit dem Eintritt in die Wechseljahre (Menopause) an Gicht.

Wie wird die Krankheit ausgelöst?

Wie viele Krankheiten kann auch die Gicht über die Gene weitervererbt werden. Sind die Eltern an Gicht erkrankt, besteht eine zwanzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls an Gicht erkranken können. Auslöser, die nicht genetisch bedingt sind, gibt es viele. Extremdiäten (Fasten, Hungern) können Gicht genauso auslösen wie Chemotherapien, physische oder psychische Traumata sowie Medikamente, die Entwässerungsmittel, Aspirin oder Nikotinsäure beinhalten. Darüber hinaus spielt die Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Lebensmittel, die einen hohen Purinwert enthalten (z.B. Fleisch, Innereien, Fisch, Schalen- und Krustentiere, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte etc.) erzeugen beim Abbau Harnsäure. Eine purinreiche Ernährung kann zu einer Überproduktion von Harnsäure führen, die nicht mehr über die Harnwege ausgeschieden werden kann. So bilden sich Harnsäurekristalle im Blut, die sich im Körper, vornehmlich an Gelenken und Gliedern, ablagern können. Diese Harnsäureablagerungen führen zu den plötzlichen Schmerzen in den Gelenken und damit zu Gicht.

Wie kann Gicht vorgebeugt oder behandelt werden?

Neben Medikamenten, die dafür sorgen, dass die Harnsäureablagerungen leichter abgebaut und ausgeschieden werden können, kann eine ausgewogene und gesunde Ernährung Gicht vorbeugen und helfen zu behandeln. Hierbei ist es wichtig, Purinarme Lebensmittel zu essen, um die Harnsäureproduktion zu kontrollieren und zu regulieren. Das heißt weniger tierische Eiweiße (ca. 110-180g) und mehr pflanzliche. Aber auch beiden pflanzlichen Eiweißen und Fetten muss auf das richtige Maß geachtet werden. Eine Hand voll Nüsse reichen am Tag. Fett- und kohlehydratarme Lebensmittel helfen ebenfalls, Gicht vorzubeugen und entgegenzuwirken. Statt Weißbrot lieber Vollkornbrot, mehr Obst und Gemüse und weniger Süßes. Des Weiteren ist es sehr wichtig, genügend Wasser zu trinken, denn dies fördert den Harndrang, über den die Harnsäure ausgeschieden wird. Auch auf den Genuss von Softdrinks und Alkohol sollte verzichtet werden oder zumindest sollte man ihn stark reduzieren, denn vor allem Alkohol vermindert den Abbau der Harnsäure. Neben der gesunden und ausgewogenen Ernährung kann ausreichende Bewegung ebenfalls förderlich sein, um Gicht zu vermeiden und zu behandeln. Spaziergänge oder Schwimmengehen stellen eine gute Alternative zur Couch dar. Auf diesem Weg wappnet man sich nicht nur vor Gicht. Denn ein gesunder Körper ist insgesamt weniger anfällig für Krankheiten.