Kartoffelsalat mit Würstchen

Kartoffelsalat mit Würstchen

Bei rund einem Drittel der Deutschen wird am 24. Dezember, also Heiligabend, Kartoffelsalat mit Wienerwürstchen serviert. Diese Speise entstammt einer längeren Tradition. Kartoffelsalat an sich ist ca. seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Zu dieser Zeit waren die Adventszeit, sowie der Heilige Abend vor Weihnachten eine von der Kirche vorgeschriebene Zeit des Fastens. Die Fastenzeit wurde erst mit der Christmette um Mitternacht gebrochen. Der 24. Dezember war für die Deutschen mit katholischen Glauben noch bis ins Jahr 1966 ein fleischloser Feiertag. Dies mag einer der Gründe sein, warum Kartoffelsalat am Heiligen Abend serviert wird.

Ein anderer Grund ist anderen Ursprungs. Während die reichen Kaufleute sich früher zur Weihnachtszeit üppige Braten und teuren Karpfen, sowie eine fette gebratene Gans leisten konnten, war dies den einfachen Leuten, wie zum Beispiel den Bauern und niederen Angestellten nicht möglich. Kartoffeln zählten damals zum Arme-Leute-Essen, da diese vorrätig waren. Heute wird der Kartoffelsalat oft auch aus praktischen Gründen an Heiligabend aufgetischt. Viele müssen am 24. Dezember noch arbeiten und wer abends noch zur Christmesse gehen möchte, dem fehlt die Zeit für ein aufwendigeres Mahl an Heiligabend. Kartoffelsalat lässt sich sehr einfach vorbereiten. Die Kartoffeln können beispielsweise schon am Vorabend gekocht und gepellt werden, so dass man den Salat am 24. Dezember nur noch zusammenrühren und die Würstchen aufwärmen muss.

Der klassische Kartoffelsalat besteht aus 0,5 cm dicken Pellkartoffelscheiben, denen man Gewürzgurken, eine Zwiebel und wahlweise noch einen Apfel zusammen mit Mayonnaise beimengt. Zusammen mit der Kochzeit für die Kartoffeln ist das ein Arbeitsaufwand von etwa 50 Minuten. Wer Heiligabend auf diese Tradition nicht verzichten will, sich gleichzeitig aber doch etwas Abwechslung wünscht kann die folgenden Varianten von Kartoffelsalaten ausprobieren:

Wie wäre es beispielsweise mit einem Speck-Kartoffelsalat?

Hierzu braucht man nichts weiter als klein gehackte Speckwürfel, frischen Schnittlauch zum Garnieren und eine Senf-Vinaigrette. Oder Kartoffelsalat mit Walnüssen. Diese werden dem Salat zusammen mit frischen Gurkenscheiben und kleinen Apfelstückchen beigemengt. Kartoffelsalat mit Schinken und Rucola-Salat bringt ebenfalls Abwechslung auf den Tisch. Daneben kann der Kartoffelsalat auch mit Gemüse, wie Möhren, Erbsen und frischen Gemüse serviert werden. Für all jene, die vor allem die Würstchen zum Kartoffelsalat nicht mehr sehen können, bieten sich edlere Kombinationsvarianten an. Zum Beispiel durch ein zartes Lammfilet mit Rucola, oder frischem Räucherlachs mit Radieschen und Erbsen. Ganz gleich wofür man sich entscheidet, die Hauptsache ist, dass es schmeckt.