Sterneköche stehen für eine sehr gute Küche

Wenn über Sterneköche gesprochen wird, dann ist damit die Auszeichnung von Restaurants durch den französischen Reifenhersteller Michelin gemeint. Heute können auch einfache Bistros und Gasthäuser in den Genuss dieser Auszeichnung kommen. Die Auszeichnung von Restaurants übernehmen nicht allein traditionelle Herausgeber und Vereinigungen. Ständig kommen weitere hinzu. Alle haben ihre eigenen Kriterien, Tester und Auszeichnungen. Es gibt eine Reihe von Auszeichnungen für Restaurants, von denen der Michelin-Stern ein sehr bekannter ist. Die Bezeichnung Sterneköche tragen allerdings nicht die Restaurants selbst. Ein Stern oder mehrere Sterne werden zwar an ein ausgezeichnetes Restaurant verliehen, jedoch dürfen sich dann die jeweiligen Küchenchefs Sterneköche nennen. Verlassen Sterneköche das mit einem oder mehreren Sternen bedachte Restaurant, ist dieses seine Auszeichnung allerdings los.

Der Restaurantführer Guide Michelin wird in Fachkreisen auch als rote Bibel der Feinschmecker bezeichnet. Michelin ist ein bekannter französischer Reifenhersteller, der Sterneköche macht. Wie ein Reifenhersteller dazu kommt, sich mit Gourmet-Küche zu beschäftigen, hat mit der Geschichte des Automobils zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu tun. Die Touristikabteilung von Michelin  macht sich um 1900 daran, für die rund 3.000 französischen Autofahrer spezielle Angebote (Werkstätten, Benzindepots, Reifenhändler) zu sammeln. Damit ist der Guide Michelin geboren. Bis Gaststätten und Restaurants im Guide auftauchen, dauert es bis zum Jahr 1923. Ende des Jahres 1926 werden die ersten Sterneköche in Frankreich benannt. Ab jetzt werden jedes Jahr Sterne vergeben. Aus dem anfänglichen Werkstatt-Führer für Automobilisten wird mit der Zeit ein über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannter Restaurantkritiker.

Die vom Fachpublikum wie von Restaurantgästen geschätzte Beurteilung von Restaurants hat unterschiedlichste auch regionale Kochkunst und natürlich viele Sterneköche über Ländergrenzen bekannt gemacht. In Deutschland werden Sterneköche seit 1966 gekürt. Der Michelin-Restaurantführer aus dem Jahr 2011 verzeichnet 237 Sternerestaurants. Gegenüber 2010 erhöht sich die Zahl der Sterneköche um ein Dutzend. Einmal ausgezeichnete Restaurants müssen nach rund 18 Monaten mit einem erneuten Besuch eines Testers rechnen und sich einer erneuten Bewertung stellen.

Sternköche erhalten einen Stern, zwei oder drei Sterne. Ein Stern steht für sehr gute Küche. Der Michelin Guide Leser darf sich hier zum Speisen niederlassen. Sterneköche, ausgezeichnet mit zwei Sternen, bieten Gästen hervorragende Küche. Das Restaurant hat sich den Umweg der Autofahrer verdient. Eine Reise wert sind in jedem Fall die mit drei Sternen ausgezeichneten Restaurants. Sterneköche der höchsten Kategorie servieren die beste Küche. Einer der wohl bekanntesten Sterneköche ist Küchenchef Paul Bocuse. Seit 1965 hat er jedes Jahr die höchste Auszeichnung (drei Sterne) für sein Restaurant nahe Lyon in Frankreich erhalten. Zu den Drei-Sterneköchen und Restaurants in Deutschland gehören das Amador im hessischen Langen (Juan Amador), das Aqua in Wolfsburg (Sven Elverfeld) und die Schwarzwaldstube in Baiersbronn (Harald Wohlfahrt). Die meisten Sterneköche gibt es nicht etwa in Frankreich, sondern in Japan in Tokyo.