Weihnachtsgeschenke frisch aus der Küche

Weihnachtsgeschenke frisch aus der Küche

Bei vielen Personen ist es wirklich ein Problem, angemessene und schöne Weihnachtsgeschenke zu finden. Gerade ältere Personen haben praktisch alles, was sie brauchen – und noch manchen Staubfänger dazu. Deshalb sind Weihnachtsgeschenke aus der Küche eine wundervolle Idee: Sie beweisen dadurch, da für die Zubereitung Zeit nötig ist, wie viel einem der Empfänger der Gabe bedeutet. Selbstgemacht ist persönlicher als gekaufte Weihnachtsgeschenke. Außerdem: Liebe geht durch den Magen – und Weihnachten ist schließlich das Fest der Liebe. – also ab in die Küche!

Wie mache ich aus einer Speise ein Weihnachtsgeschenk?

Grundsätzlich gibt es da zwei Wege. Zum einen wird aus einem Gericht ein Weihnachtsgeschenk, wenn es entsprechend verpackt wird. Der andere Weg, aus dem, was man in der Küche zubereitet, ein echtes und als solches erkennbares Weihnachtsgeschenk zu machen ist der, es in eine zum Fest passende Form zu bringen. Simpel, aber immer gern genommen:

  • Kekse
    Ein richtig guter Tür- und Herzensöffner zu Weihnachten sind klassische Weihnachtsplätzchen. Es ist erstaunlich, wie bei der Übergabe das Gesicht der sonst immer mürrischen Nachbarin sich öffnet, wie der Postbote strahlt oder die Marktfrau sich im stressigen Alltag erfreut. Es muss wirklich kein Pfund Plätzchen sein, aber es ist ganz erstaunlich, was sich mit ein paar Keksen aus eigener Herstellung, einer mit Tannenbäumen bedruckten Zellophantüte und einem halben Meter Schleifenband alles erreichen lässt. Nachbarschaftsfehden kommen zum Erliegen, alte Freundschaften bekommen neuen Glanz, Menschen, die das dringend brauchen, erfahren in diesen kleinen Weihnachtsgeschenken eine Gabe, die sich nicht mit Gold aufwiegen lässt.

Was bitte ist eine Weihnachtssuppe?!

Wer Weihnachtskekse backt, hat meist Ausstechförmchen mit Motiven zum Fest: Tannenbäume, Sterne, Monde, Schaukelpferde und Ähnliches – spezielle Formen gibt es darüber hinaus auf jedem Weihnachtsmarkt zu kaufen. Eine Suppe als originelles Weihnachtsgeschenk ist damit schnell gemacht: Zunächst einen dünnen Eierpfannkuchen backen (oder mehrere), etwas abkühlen lassen und anschließend aus dem Pfannkuchen (genauso wie auch aus einem Plätzchenteig) mit den Förmchen weihnachtliche Motive ausstechen. Dabei darauf achten, dass der Pfannkuchen im Gegensatz zu dem Kuchenteig nicht wieder neu ausgerollte werden kann – also sparsam und dicht an dicht ausstechen! Die Reste dürfen natürlich weggenascht werden. Die Weihnachtsmotive werden als “Eierstich” beziehungsweise Einlage in eine klare Suppe gegeben, die zuvor zubereitet wurde. Das sieht appetitlich und witzig aus; außerdem hat solch eine Suppe wirklich Pfiff und ist einmalig. Übrigens: Wer einen Veganer kulinarisch beschenken möchte, kann auch dicke Möhren oder Sellerie dünn hobeln, sodass möglichst große Scheiben entstehen. Mit kleinformatigen Ausstechformen lassen sich auch aus Gemüse nette “Weihnachtseinlagen” in die Gemüsesuppe zaubern.

Genial überreicht und serviert

Eine Suppe zu verschenken stellt natürlich den Spender vor ein kleines Transportproblem. Aber das ist mit den heutzutage in vielen Haushaltswarenabteilungen käuflichen Plastikdosen mit Clipverschluss und Silikonfuge schnell gelöst. Die Silikondichtungen halten die Suppe absolut zuverlässig dort, wo sie bleiben soll. In den Dosen kann die Suppe unfallfrei transportiert, eingefroren, erwärmt und – ja, auch das geht, ist aber wenig festtäglich – gegessen werden. Von diesen Dosen mit Silikondichtung kann kein Haushalt zu viele besitzen; also sind sie neben der Suppe Teil des Weihnachtsgeschenkes. Wenn die Dose in einem günstigen Format gekauft wird, kann sie in einer weihnachtlichen Geschenktüte für Flaschen überreicht werden; die sind immer besonders preiswert.

Kuchen im Glas

Immer wieder nett sind “Fertiggerichte”, die als Weihnachtsgeschenke überreicht werden. So lässt sich zum Beispiel in einem Einmachglas sehr schön alles schichten, was trocken in einen Kuchen gehört. Trocken ist hierbei wichtig, folgendes sollte nicht in das Einmachglas getan werden:

  • Flüssigkeiten
  • Eier
  • Fette

 

Was zu den trockenen Zutaten noch hinzugefügt werden muss, schreibt man auf ein Rezept mit Zubereitungshinweisen: Dort steht mit Mengenangabe, was genau in der Backmischung noch fehlt, in welche Form sie gefüllt werden muss sowie bei welcher Temperatur wie lang gebacken werden soll. Die Zutaten im Glas sauber schichten: Wenn Nüsse, Mehl und Zucker (braunen und weißen Zucker zu verwenden, bringt mehr Farbe ins Spiel) schön übereinander liegen, sieht das durch die Glaswand sehr appetitlich aus. Das Glas sollte man in Bezug auf sein Volumen deshalb so wählen, dass es möglichst komplett gefüllt ist, damit nicht durch Schütteln die Schichten in Unordnung kommen. Ein Einmachglas mit Gummi und Clip verschießen oder ein altes Schraubdeckelglas zuschrauben und den Verschluss mit einer Serviette mit Weihnachtsmotiv oder einem entsprechenden Stofflappen abdecken, etwas Schleifenband darum festziehen, die Zubereitungshinweise sauber aufschreiben oder ausdrucken, Papier lochen und das Schleifenband hindurchziehen – fertig!

Nudeln a´ la Christmas

Zu Weihnachten kommt es bei einem geschenkten Essen darauf an, dass es den speziellen Kniff Richtung Fest hat. Mit Weihnachtsnudeln geht das ganz leicht. Nudeln in Form von Tannenbäumen, Sternen oder Nikolausstiefeln sind nicht schwer aufzutreiben. Davon kauft man so viele Päckchen wie man Nudelgerichte verschenken will. Wer richtig einkochen kann, setzt einen großen Kessel auf und bereitet anschließend eine große Portion Bologneser Sauce nach Art des eigenen Hauses zu. Die Sauce wird noch kochend heiß in vorgespülte Einweckgläser gefüllt. Gummiring und Deckel drauf – so hält sich die Mischung kühl gelagert ein paar Tage frisch. Aber Vorsicht: So lang wie eine gekaufte Sauce im Glas darf diese selbstgemachte Mischung auf keinen Fall aufbewahrt werden. Zusammen mit den Nudeln macht man mithilfe einer Dekoschleife ein nettes Fresspaket mit Saucenglas plus Nudelpaket daraus – eine Art Schnellgericht, wenn an den Festtagen einmal die Zeit zum Kochen fehlt.

Schnittchen zu Weihnachten

Die Backformen mit Weihnachtsmotiven lassen sich wirklich vielseitig verwenden. Beispielsweise kann man auf kleinen runden Pumpernickelscheiben mit aus Käse ausgestochenen Weihnachtsmotiven köstliche Schnittchen zum Fest zaubern. Die können beispielsweise in einer Keksdose mit dem Hinweis: “Kühl lagern und innerhalb von drei Tagen verzehren!”, verschenkt werden. Ein kleiner Tipp: grüner Wasabikäse oder roter mit Paprika beziehungsweise Chili bringt die nötige Farbe in die kleinen essbaren Weihnachtsgeschenke. Die herzhaften Schnittchen werden übrigens von vielen zu Weihnachten sehr gern gegessen, weil sie einen schönen geschmacklichen Kontrast zum jahreszeitlich bedingten Schokoladeüberschuss darstellen!

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 38548789 by sarsmis